Zahnextraktion

Anwalt für Zahnarzthaftung in Berlin (Zahnextraktion)

Zahnextraktion

Der Zahnarzt darf lediglich dann eine Zahnextraktion vornehmen, wenn der Versuch einer konservativen Behandlung zu keiner Besserung der Beschwerden geführt hat. Das Ziehen eines Zahns darf stets lediglich die letzte Behandlungsmöglichkeit sein. War eine Wurzelbehandlung möglich, stellt das Ziehen eines Zahns einen Behandlungsfehler dar.

Es ist ein zahnärztlicher Behandlungsfehler, wenn der Zahnarzt einen Weißheitszahn im Rahmen einer Zahnextraktion aus dem Zahnfach extrahiert, obwohl nach dem röntgenologischen Befund eine Schädigung des Nervus alveolaris inferior drohte, weil dieser im Wurzelbereich oder in Höhe der Wurzeln neben dem Zahnfach verläuft.

Fehlerhafte Zahnextraktion

Die Öffnung der Kieferhöhle bei einer Zahnextraktion begründet den Vorwurf einer fehlelhaften Behandlung, wenn eine Verbindung zwischen Mund und Kieferhöhle vom Zahnarzt übersehen wird. Zur Vermeidung eines Übersehens muss der Zahnarzt nach dem Ziehen des Zahns einen Nasenblasversuch und eine Röntgenkontrolle durchführen.

Führt die Entfernung eines nicht aus dem Kiefer in die Mundhöhle durchgebrochenen Weißheitszahns zu einem vom Zahnarzt verursachten Kieferbruch, darf sich der Zahnarzt bei einer eindeutigen postoperativen Symptomatik nicht mit einem Abtasten (Palpation) begnügen. Der Zahnarzt muss zwingend eine röntgenologische Kontrolle durchführen.

Kontaktieren Sie mich unter 030/ 29 77 35 74-7 oder info@rechtsanwalt-dobek.de! Schildern Sie mir Ihr Anliegen!

Autor: Rechtsanwalt Christian Dobek